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Pikosekunde oder Nanosekunde? Die eine Frage, die du jedem Laserstudio stellen solltest

In Zürich gibt es Dutzende Studios, die Tattooentfernung anbieten – mit sehr unterschiedlicher Technik. Woran du in dreissig Sekunden erkennst, ob du dort in fünf oder in fünfzehn Sitzungen fertig bist.

Du hast dich entschieden: Das Tattoo soll weg. Also googelst du «Tattooentfernung Zürich» und bekommst dreissig Treffer. Alle versprechen «modernste Lasertechnologie». Alle zeigen beeindruckende Vorher-Nachher-Bilder. Und alle nennen einen Preis pro Sitzung, der ähnlich klingt.

Das Problem: Der Preis pro Sitzung sagt dir gar nichts. Entscheidend ist, wie viele Sitzungen du am Ende brauchst – und das hängt fast vollständig an einer technischen Eigenschaft, nach der kaum jemand fragt.

Die Frage lautet: Wie lang ist der Puls?

Ein Tattoo-Laser arbeitet nicht mit Dauerstrahl, sondern mit extrem kurzen Lichtblitzen. Wie kurz, macht den Unterschied:

  • Nanosekunden-Laser (auch «Q-Switch» genannt): Puls dauert Milliardstel-Sekunden. Die Farbpartikel werden vor allem erhitzt.
  • Pikosekunden-Laser: Puls dauert Billionstel-Sekunden – rund tausendmal kürzer. Die Partikel werden nicht gekocht, sondern durch eine Druckwelle regelrecht zersprengt.

Warum das zählt: Je feiner die Tintenpartikel zerlegt werden, desto leichter kann dein Lymphsystem sie abtransportieren. Grobe Bruchstücke bleiben liegen – und genau die sorgen dafür, dass ein Tattoo nach acht Sitzungen immer noch als blasser Schatten sichtbar ist.

Was du im Studio konkret fragst

Drei Sätze, mehr braucht es nicht:

  • «Arbeiten Sie mit Pikosekunden- oder mit Nanosekunden-Technik?»
  • «Welches Gerät genau, und welche Wellenlänge?»
  • «Mit wie vielen Sitzungen rechnen Sie bei meinem Motiv – und was passiert, wenn es mehr werden?»

Wer bei der ersten Frage ausweicht («wir haben ein Hochleistungsgerät»), beantwortet sie damit meistens schon. Ein seriöses Studio nennt dir Hersteller und Modell ohne Zögern.

Rechne nicht in Franken pro Sitzung, sondern in Franken bis zum Ergebnis

Ein Beispiel, das die meisten unterschätzt: Ein Studio verlangt 120 Franken pro Sitzung, ein anderes 180. Klingt eindeutig. Bis du dazurechnest, dass du beim ersten zwölf Sitzungen brauchst und beim zweiten fünf. Dann stehen 1'440 Franken gegen 900 – und du bist ein Jahr früher fertig.

Dazu kommt die Zeit. Zwischen zwei Sitzungen liegen rund sechs Wochen, damit die Haut die gelösten Partikel abbauen kann. Sieben zusätzliche Sitzungen bedeuten also nicht «ein paar Termine mehr», sondern rund zehn Monate mehr Wartezeit.

Und der Weg?

Wir behandeln mit dem PicoSure-Laser, einem Pikosekunden-Gerät mit 755 nm Alexandrit-Wellenlänge. Das Studio liegt nicht in der Stadt Zürich, sondern rund 45 Minuten entfernt in Kreuzlingen – direkt beim Bahnhof, mit Besucherparkplätzen vor der Tür.

Ob sich das für dich rechnet, kannst du selbst durchrechnen: Nimm die Anzahl Sitzungen mal Preis, addiere die Fahrten, und vergleiche das mit dem Angebot um die Ecke. Bei kleinen, frischen Tattoos kann der Weg unnötig sein. Bei grossen, alten oder mehrfarbigen Motiven ist die Technik meistens der grössere Hebel als die Distanz.

Kurz zusammengefasst

  • Frag nach der Pulsdauer, nicht nach dem Preis pro Sitzung.
  • Lass dir Hersteller und Modell des Geräts nennen.
  • Rechne die Gesamtkosten bis zum Ergebnis, nicht den Einzeltermin.
  • Plane sechs Wochen Abstand zwischen den Sitzungen ein.

Eine ehrliche Einschätzung, wie viele Sitzungen dein Motiv braucht, bekommst du am schnellsten mit einem Foto und der Grössenangabe. Alles Weitere findest du unter Preise und PicoSure-Laser.

Unsicher, was das bei dir bedeutet?

Schick mir ein Foto deines Tattoos mit Grössenangabe — du bekommst eine konkrete Einschätzung zu Kosten und Anzahl der Sitzungen. Kostenlos und unverbindlich.